Telemark Geschichte

Telemark wurde 1886 von Sondre Norheim in Norwegen erfunden, wo Telemark noch immer als Volkssport zelebriert wird. Der Telemark-Schwung vermochte zudem Menschen auf der ganzen Welt zu begeistern, unter anderem in der Schweiz, wo die Sportart zahlreiche loyale Anhänger hat. Trotz der enormen technischen Entwicklungen der letzten Jahre hat Telemark eines nicht verloren: Die Nostalgie, Tradition und Gemeinschaft, welche man mit dem Telemark-Sport verbindet. Diese Werte werden noch heute auf den Pisten mit einem „Tele-Ho“ oder dem „Tele-Gruss“ gelebt wird.

Telemark hat seinen Ursprung in der Region Morgedal, einer Provinz Norwegens. Dort entwickelt der Bauernsohn Sondre Auerson Norheim im Jahre 1886 den Telemark-Schwung.

Sondre Norheim

Dieser ist durch den Ausfallschritt geprägt, der durch den beweglichen Schuh und die freie Ferse ermöglicht wird. Dabei wird das Knie des Bergskis geknickt – ganz nach unserem Motto: Knick dui Sui – und der Talski nach vorne geschoben.

Telemark-Schwung

Der Telemark-Schwung erhielt seinen Namen erst im Jahre 1888 von den Bewohnern der Hauptstadt Christiania, dem heutigen Oslo. Laut der Sage unterlagen diese bei einem Skirennen Torjus Hemmesveit, einem Schüler Norheims. Um eine Verwechslung der Schwungtechnik zu vermeiden, benannten sie Norheims Schwungtechnik nach seiner Heimatregion Telemarken, wodurch der begriff Telemark entstand.

Telemark-Schwung

Norheim, der Vater des Telemarks, wanderte später nach Amerika aus, wo er den Lifestyle und die Kunst des Telemark verbreitete. Es dauerte knapp ein Jahrhundert, bis der Telemark-Schwung, vor allem aufgrund des technologischen Fortschritts bei den Skiern, durch den Parallel-Schwung weitgehend abgelöst wurde. Dadurch geriet Telemark, der auch in der Schweiz ausgeübt wurde, in Vergessenheit. Doch Norheim`s Erbe lebt noch heute weiter. In den 1970ern erinnerten sich gelangweilte Skipatrols in Colorado an den legendären Telemark-Schwung.Denn durch die freie Ferse und das leichte Material ist Telemark sehr gut zum Skiwandern und für Skitouren geeignet. Die Skipatrols belebten somit die Szene neu.

Telemark Freeride

(c) Hopelgeorg

Telemark in der Schweiz

Auch im Alpenraum findet Telemark neue Anhänger. 1989 wird daher der Telemark-Verband Schweiz gegründet, mit dem Ziel, die Entwicklung des Telemark-Sports zu fördern und zu koordinieren. Dies hat Wirkung gezeigt, denn in den letzten Jahren hat sich eine begeisterte Telemark-Szene in der Schweiz etabliert. Dazu haben auch die Ausbildung von Telemark-Instruktoren, die aktiven Clubs sowie die erfolgreiche Rennszene beigetragen. In den letzten Jahren hat sich zudem das Material im Bereich Telemark enorm entwickelt, was den Telemärklern ganz neue Möglichkeiten bietet. Trotzdem ist Telemark noch weit davon entfernt eine Massensportart zu werden. Immer häufiger bleiben Wintersportler auf und neben Skipisten stehen, um einen Telemärkler zu bestaunen, der in eleganten und dynamischen Schwüngen die Hänge hinunterfährt.

Trotz der enormen technischen Entwicklungen der letzten Jahre hat Telemark eines nicht verloren: Die Nostalgie, Tradition und Gemeinschaft, welche man mit dem Telemark-Sport verbindet. Diese Werte werden noch heute auf den Pisten mit Norheim-Verkleidungen, dem klassischen Holzstock, einem „Tele-Ho“ oder dem „Tele-Gruss“ gelebt.

Telemark OldSchool